Bondo – Neugestaltung Verbauungen Bondasca und Maira und neue Verkehrsanlagen

2025
Gemeinde Bregaglia

Die Eregnisse des Bergsturzes am Piz Cengalo im August 2017 führten in Bondo, Sottoponte, Spino und Promontogno zu einer grossen Zerstörung.

Zusammen mit den sicherheitsrelevanten Wasserbaumassnahmen mussten Strassen, Brücken, Landschaft und Dorfteile im gefährdeten Perimeter der Bondasca und der Maira wieder aufgebaut werden. Das Projekt «strata» konnte mit dem vorgeschlagenen Konzept überzeugen. Momentan wird das Auflageprojekt bearbeitet, mit dem Ziel in den Jahren 2021 bis 2024 die Massnahmen umsetzten zu können.

1. Preis in Gesamtleistungswettbewerb

Auszug aus TBA-Info vom 6. Dezember 2019
Alle drei neuen Brücken sind massive Rahmenbrücken mit unter der Fahrbahn liegendem Tragwerk. Die an die Brücken anschliessenden Stützmauern bestehen aus Bergeller Natursteinmauerwerk; die Brücken und Unterführungen selbst aus sorgfältig geschaltem Beton. Die Rahmen bilden für die gestellte Aufgabe wirtschaftliche und robuste Tragwerke, ihre geschwungenen Untersichten führen in angepasster Form die Tradition der Bergeller Bogenbrücken weiter. Alle drei neuen Brücken sind monolithische vorgespannte Ortbetonkonstruktionen. Die Leitmauern der Strassen werden kontinuierlich über die Brückenränder weitergeführt. Die Untersichten der Rahmenbrücken sind schräg.

Damit sind die Angriffsmöglichkeiten bei aussergewöhnlichen Murgangereignissen minimiert. Architektonisch unterstreicht die Schräge die Schlankheit der Rahmenbrücken. Die Bondascabrücke und die Brücke Spizarun sind in Feldmitte als Plattenbrücken ausgebildet. Gegen die Auflager hin bestehen sie aus dreistegigen Hohlkastenquerschnitten mit starken Vouten. Die Bondascabrücke verfügt über eine Spannweite von 65 Meter, die Brücke Spizarun über eine von 56 Meter. Beide Brücken stehen oberwasserseitig der bestehenden Brücken. Damit werden die Behinderungen des Verkehrs beim Bau minimiert. Die Brücke Punt ist in Lage und Form vom Wunsch bestimmt, die Zufahrtswege nicht steiler als 10% auszuführen. Was früher mit stark ansteigenden Rampen und buckligen Bogenbrücken erzielt wurde, ist hier dank moderner Bautechnik sozusagen um 90° in die Horizontale gedreht. Aus den Bedingungen des Durchflussprofils der Bondasca ergibt sich der stark asymmetrische Fahrbahnquerschnitt bei den Auflagern, der gut mit der exzentrischen Lage der Drucklinie der im Grundriss gekrümmten Brücke korrespondiert. Die Brücke ist Teil des Dorfes und wird deshalb mit einem Steinplattenbelag versehen. Auch die Brüstungen werden mit Platten aus Bergeller Naturstein abgedeckt.

(https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/bvfd/tba/dokumentation/TBA-Infos/Seiten/Archiv-2019.aspx)

ARGE Partner
Caprez Ingenieure AG, Promontogno (Strassenbau),
Eichenberger Revital SA, Chur (Wasserbau),
mavo gmbh, Zürich / Müller Illien Landschaftsarchitekten, Zürich (Landschaftsarchitektur),
Conradin Clavuot, Chur (Architektur)

Kreative Zusammenarbeit � die bewegt!