Hochschule für Gestaltung und Kunst, Basel

Hochschule für Gestaltung und Kunst HGK / FHNW

Basel, 2014
Hochbauamt Stadt Basel

Das Projekt Neubau HGK weist 8 Stockwerke auf (EG bis 8.OG mit einem Zwischengeschoss im 3. OG). Ein Untergeschoss für Technik und Lager sowie 9 Geschosse für Ausstellungsräume, Aula, Vorlesungs- und Seminarräume, Bibliothek, Büros und Ateliers.

Der kompakte Grundriss von ca. 32x37m ist ideal für das Tragwerk des knapp 48m (ab OK Terrain) hohen Bauwerks sowie für die bauphysikalischen und wirtschaftlichen Anliegen. Das Gebäude ist als Massivbau konzipiert. Der vertikale Lastabtrag erfolgt geschossweise über die Kernwände und die Stützen in Stahlbeton am Deckenrand. Die Anforderungen an die Stabilität, die Torsionssteifigkeit sowie die Aussteifung gegen horizontale Einwirkungen wie Wind und Erdbeben werden durch vier Wandscheiben im Kern des Gebäudes gelöst. Die Stützenabmessungen sind affin zu ihrer Belastung angepasst. Die nichttragenden Wände werden als Leichtbauwände ausgeführt. Die Brüstungen und Schürzen der Fassade werden in Ortbeton erstellt.

 

Im Bereich der breiten und der mittelbreiten Raumzone wird eine vorfabrizierte, im Spannbettverfahren vorgespannte Rippendecke eingesetzt. Für die geringen Spannweiten im nördlichen und westlichen Teil werden die Decken als Flachdecken ausgeführt. Die Decken liegen auf einem Fassadenunterzug entlang der Fassade sowie auf den Innenwänden und inneren Unterzügen auf. Mit den dünnen Decken lässt sich die Masse als horizontale Einwirkung (Erdbeben) sowie als vertikale Last auf die Fundamente deutlich reduzieren. Dies spielt eine Rolle, da sich das Bauwerk in der Erdbebengefährdungszone Z3a gemäss SIA 261 befindet, und als Schulhaus der Bauwerksklasse II zugeordnet wird. Die Kernwände werden im Untergeschoss eingespannt. Die Stützen kommen im Untergeschoss auf der Aussenwand zu liegen. Zur optimalen Verteilung der vertikalen Lasten auf die Bodenplatte werden einzelne Kernwände im Untergeschoss verlängert. Die Fundation wird als Flachfundation ausgeführt.

Architekten
Morger + Dettli Architekten, Basel

Auszeichnung
1. Preis in Projektwettbewerb

Kreative Zusammenarbeit – die bewegt!