Wunderbrücke Technorama Winterthur

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«Wunderbrücke»

Technorama Winterthur, 2019
Technorama AG, Winterthur

Die Wunderbrücke bildet eine Plattform auf 10.30 bis 16.80m Höhe, die grosszügig Platz für Exponate, Erleben und Verweilen bietet. Die grosse Höhe, mehrheitlich über den Bäumen, lässt den Weitblick bis zu den Bergen offen und ermöglicht eine Vielzahl von Experimenten. Das Längsgefälle beträgt 5%. Die Wunderbrücke ist parallel zum Technoramagebäude angeordnet und überbrückt den Riedbach. Die zwei Parkteile werden dadurch verbunden. Die Lage im Park nimmt Rücksicht auf die Umgebung innerhalb und ausserhalb des Parks und bindet diese ein. Das bestehende Technoramagebäude, die Wunderbrücke und der Park sind eigenständige Elemente, die aufeinander abgestimmt sind und als Gesamtanlage wirken. Die Erschliessung der Wunderbrücke erfolgt primär an zwei Stellen im Park. Vier breite, unterschiedlich geneigte Treppen führen die Besucher durch die räumliche Tragstruktur hoch zur Plattform. Mit Hilfe eines vertikalen Lifts ist die oberste Ebene hindernisfrei erreichbar. Die Plattform lässt sich beliebig und flexibel mit unterschiedlichsten Exponaten bestücken. Die Plattformbreite von 5.80m bietet genügend Raum, so dass auf 2/3 der Länge Exponate auch seitlich vertikal angebracht und von unten, oben oder von den Zugangstreppen bedient, erlebt oder beobachtet werden können. Eine bewegliche Kragbühne am höchsten Punkt und ein Glasboden von 2x3m Abmessung, lassen die Höhe mit ein wenig Mut besonders intensiv erleben.

Eine Wasserleitung führt Wasser zum höchsten Punkt der Plattform und lässt es in zwei seitlich angeordneten offenen Kanälen bis zum tiefer gelegenen Plattformende fliessen. Von dort aus fällt das Wasser (Wasserfall oder Wassertsunami) in ein im Park vorgesehenes Becken und wird von dort aus wieder zum Ausgangspunkt hoch gepumpt. Die Innenstruktur kann beliebig eingebaut und gestaltet werden und bietet Platz für weitere Exponate. Sie lässt gleichzeitig das Ingenieurbauwerk von verschiedensten Blickwinkeln erleben. Die Werkleitungen für Wasser und Strom können an der Untersicht der Treppen hoch geführt werden und in den vorgesehenen Werkleitungskanälen im Plattformboden verteilt werden.

Die kühne Struktur mit den beachtlichen Dimensionen wird aus konstruktiven und wirtschaftlichen Gründen in Stahl ausgeführt. Stahl ist Teil der schweizerischen Baukultur ermöglicht eine filigrane Ausbildung und kann die zum Teil hohen Lasten der Exponate problemlos aufnehmen. Auch die Innenstruktur und die Geländer mit einem Diagonalgeflecht als Füllung sind in Stahl geplant. Die gesamte Konstruktion ist auf zwei Betonsockel, die jeweils auf 4 Grossbohrpfählen mit einem Durchmesser von 100cm und einer Länge von ca. 12m fundiert sind, gelagert. Die Treppenstufen und der Plattformboden sind in Lärchenholz vorgesehen.

Landschaftsarchitekt
Krebs und Herde GmbH, Winterthur

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