Der Ersatzneubau der Schulanlage Dohlenzelg ist in Holzbauweise realisiert worden. Ein besonderes Merkmal stellen die grossen Holzfachwerkträger über der Doppelturnhalle dar.
Das Untergeschoss und die Haupttreppenkerne werden aus konstruktiven Gründen aus Beton erstellt. Damit lassen sich die Gebäudelasten auf einfache und ökonomische Weise in den Baugrund ableiten. Gleichzeitig eignen sich die Betonaussenwände, um dem horizontalen Erddruck standzuhalten. Die Betonkonstruktion bildet eine robuste und langlebige Aussenhülle.
Die Holzbetonverbunddecke über dem Erdgeschoss liegt auf einer Holzskelettstruktur, bestehend aus regelmässig angeordneten, grossen Stützen und Unterzügen aus Brettschichtholz. Im Foyer wird infolge der grösseren Spannweiten hochleistungsfähiges Buchenholz eingesetzt. Die Holzbetonverbunddecke bildet eine horizontale Scheibe, die direkt mit den beiden Betonkernen verbunden wird. Im Obergeschoss wird die regelmässig angeordnete Holzskelettstruktur fortgesetzt. Die charakteristischen Oberlichter werden durch Fachwerkträger aus Holz, die mit schrägen Zugstangen aus Stahl versehen sind, erzeugt. Die Aussteifung des Dachs in Gebäudelängsrichtung erfolgt über die Dachscheiben und einzelne Querscheiben in der Ebene der Oberlichter, die einen direkten Anschluss an die Betonkerne ermöglichen. Für die Stabilisierung in Gebäudequerrichtung werden die Brettschichtholzstützen im Obergeschoss in die Holzbetonverbunddecke eingespannt.
Die grossen Spannweiten von bis zu 29 m beim Dach der Doppelturnhalle werden mit grossen Holzfachwerken überspannt. Diese werden jeweils in Zweierpaaren so auf den seitlichen Holzstützen angeordnet, dass die Dachform aus dem Schulbereich im Turnhallenbereich fortgesetzt werden kann. Die Untergurte werden mit einem Boden geschlossen, wodurch ein Hohlkastenträger entsteht. Die Wind- und Erdbebenkräfte aus dem Dach werden über die Dach- und seitlichen Aussenwänden über den Fenstern zum ersten Betonkern geleitet. Die Stabilisierung in Gebäudequerrichtung erfolgt über die durchgehenden seitlichen Wände an der Gebäudestirnseite sowie der Trennwand zwischen Turnhalle und Schulbereich.
