Durch die Strassenkorrektion zwischen dem Val da Tersnaus und Sontga Catrina wurde die Betriebssicherheit der Valserstrasse erhöht. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine neue Brücke über das Val da Tersnaus erstellt. Die Punt Val Tersnaus ist als Sprengwerk mit einem zweistegigen Plattenbalken als Überbau und aufgelösten Sprengwerksstielen ausgebildet. Aufgrund der schief angeordneten Widerlager sowie der Querneigung der Brücke unterscheiden sich die Spannweiten des talseitigen und bergseitigen Teils des Plattenbalkens geringfügig. Die Systemspannweite des Sprengwerks beträgt 47.30 m.
Der Plattenbalken weist beim Anschluss an die Sprengwerkstiele eine Gesamtquerschnittshöhe von 1.40 m auf. In der Feldmitte des Mittelfeldes reduziert sich die Querschnittshöhe auf 1.15 m. Die Stege des Plattenbalkens verlaufen im Grundriss parallel zur Fahrbahn und sind jeweils 1.20 m breit. Die Sprengwerkstiele sind im Anschlussbereich an den Überbau in zwei Stiele aufgelöst. Beim Anschluss an den Überbau sind sie jeweils 95 cm stark und 120 cm breit. Beim Anschluss der Stiele an die Kämpferfundamente ist ihr Querschnitt 50 cm stark und 150 cm breit.
Die Widerlager sind entsprechend zum Verlauf der bestehenden Felswände schief zur Brückenachse angeordnet und auf dem anstehenden Fels fundiert. Die Kämpferfundamente liegen in einer in den Fels geschlagenen Nische. Sie bestehen aus zwei Elementen: Einer seits wird eine im Grundriss schiefe Wand in die Nische betoniert, die monolithisch mit den Widerlagern verbunden ist und nach aussen leicht geneigt verläuft. Andererseits ragt aus dieser Wand das eigentliche Kämpferfundament hervor. Da der Anschluss der Stiele rechtwinklig zur Sprengwerksachse erfolgt, ragt das Kämpferfundament bergseitig weniger weit aus der hinteren Wand als talseitig.
Die Brücke wurde konventionell auf einem Lehrgerüst erstellt. Dies erforderte das Stellen von zwei ca. 40 m Rüsttürmen.




