Das bestehende viergeschossige Schulhaus aus den 1950er Jahren wurde für die Erweiterung auf den Rohbau zurückgebaut. Unter Beibehaltung der ursprünglichen Tragstruktur von 1957 wurde das Gebäude anschliessend verbreitert und um ein Geschoss erhöht. Die Erweiterungen erfolgten vorwiegend in Holzbauweise.
Tragstruktur und Konstruktion
Die bestehenden Betondecken wurden durch Holz-Beton-Verbunddecken ergänzt. Zusätzliche Lasten werden über eine Hängestruktur bis in die Dachkonstruktion geleitet und von dort über Holzträger und -stützen in den Baugrund abgeführt. Weitgespannte Unterzüge ermöglichen einen flexiblen Grundriss mit einem Minimum an Tragelementen. Hochbeanspruchte Holzbauteile wurden teilweise aus Buchen-Stabschichtholz gefertigt.
Zur Strassenseite hin wurden eine neue Bodenplatte sowie eine stützende Aussenwand in Beton ausgeführt. Punktuelle Betonstützen unter der Bodenplatte leiten die Gebäudelasten in den tragfähigen Untergrund ab.
Nutzung und Aussteifung
Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus befindet sich eine Aula mit Cateringbereich. In den beiden darüberliegenden neuen Geschossen in Holzständerbauweise entstehen Schulräume sowie eine begehbare Dachterrasse. Als primäre Aussteifungselemente dienen zwei neu erstellte WC-Kerne, die neben den bestehenden Treppenkernen angeordnet sind und Horizontalkräfte aus Wind und Erdbeben in den Baugrund ableiten.



