Die Gebäude der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern, 1931 eigens für diesen Zweck errichtet, gelten als bedeutendes Monument des Neuen Bauens und stehen unter Denkmalschutz. Der aktuelle Zustand weist teilweise erhebliche Mängel auf – insbesondere im Tragwerk des Bücherturms, der Erdbebensicherheit, bei der Haustechnik sowie beim Raumklima – und entspricht nicht mehr den Anforderungen einer modernen Bibliothek. Im Rahmen der Instandsetzung werden die Gebäude erdbebenertüchtigt, durch Öffnung der Decken im Bücherturm räumlich erweitert und um einen zweigeschossigen unterirdischen Bau erweitert. Das Bauprojekt ist abgeschlossen; derzeit läuft das Bewilligungsverfahren. Die Eröffnung ist für 2033 vorgesehen.
Der neungeschossige Bücherturm – ein Rechteckbau von 65 m Länge und 11 m Breite – wurde 1929 als Stahlbetonkonstruktion errichtet. Bei der statischen Überprüfung wurden gravierende Tragsicherheitsprobleme festgestellt, die hauptsächlich auf Baueingriffe aus dem Jahr 1999 zurückzuführen sind.
Die übrigen Bestandsbauten umfassen zwei Verbindungsbauten, einen Mittelbau mit Eingangstrakt und Lesesaal sowie zwei Flügelbauten. Diese Gebäudeteile bestehen aus Betonrahmen mit Mauerwerk-Ausfachungen und Hourdisdecken mit Ausnahme des Lesesaals, welcher als Stahlbau ausgeführt wurde.
Als Erweiterung ist ein zweigeschossiger unterirdischer Bau mit Ateliers sowie Lager- und Technikräumen geplant.
Die Erdbebenertüchtigung folgt einem interdisziplinären Prozess gemäss der BAFU-Wegweisung «Erdbebensicherheit von Baudenkmälern».





